Gemeinsames Spielen mit dem Hund – Zerrspiele

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Verbessern Sie das Einkaufserlebnis Ihrer Kunden mit Expertenberatung zum richtigen Hundespielzeug. Entdecken Sie wertvolle Erkenntnisse, um die Bindung zwischen Besitzer und Vierbeiner zu stärken und unerwünschtem Verhalten vorzubeugen.

Mit einem Hund zu spielen macht Spaß. Es stärkt die Bindung zwischen Hund und Halter und macht beide glücklich. Spielen ist generell eine der bindungsförderndsten Aktivitäten zwischen Hund und Halter. Es entsteht viel Sozialkontakt und stärkt das Vertrauen. Spielen hat daher eine wichtige Funktion für das Wohlbefinden des Hundes. Es fordert sowohl körperlich als auch geistig. Es gibt viele verschiedene Spiele, die man mit Hunden spielen kann, aber in diesem Blog geht es speziell um Zerrspiele.

Ein Zerrspiel ist ein Spiel, bei dem Hund und Besitzer das Hundespielzeug an einer Seite halten und daran ziehen. Hunde können dieses Spiel auch miteinander spielen, indem beide an einer Seite des Spielzeugs ziehen.

Kann jeder Hund sicher spielen?

Wir erhalten Fragen wie: Wird ein Hund durch Zerrspiele aggressiv oder muss der Besitzer immer gewinnen? Lernt ein Jagdhund, nicht zu fest zuzubeißen, was beim Jagdtraining nicht gut ist? Er braucht einen „sanften Biss“, um die Beute nicht zu zerstören. Alle oben genannten Fragen können wir mit „Nein“ beantworten.

Hunde werden durch Zerrspiele nicht aggressiv, aber es ist wichtig, auf die Spielweise zu achten. Die Erklärung dazu finden Sie weiter unten in diesem Blog. Der Besitzer muss nicht immer gewinnen. Früher wurde dies beim Training oft betont, aber wenn man immer verliert, macht das Spiel keinen Spaß mehr. Spielen soll Spaß machen, daher ist es wichtig, hier ein Gleichgewicht zu finden. Mal gewinnt der Besitzer, mal der Hund. Das macht das Spiel so unterhaltsam.

Für Jagdhunde sind Zerrspiele durchaus geeignet. Sie können lernen, wann sie in etwas Hartes beißen dürfen und wann nicht. Apportierspiele (ein Spielzeug wird weggeworfen und der Hund holt es zurück) sind ein Beispiel dafür, wie der Hund lernt, nicht zu ziehen und dadurch schonender mit dem umzugehen, was er im Maul hat.

Mit Zerrspielen kann der Besitzer seinem Hund außerdem auf spielerische und unterhaltsame Weise die Kommandos „Halt“ und „Los“ beibringen. Diese Kommandos können in allen möglichen Situationen eingesetzt werden, sodass der Besitzer das Ganze auch zu einer unterhaltsamen Übung machen kann.

Für viele Hunde können Zerrspiele auch als Belohnung dienen. Gemeinsames Spielen macht dem Hund wirklich am meisten Spaß und wird daher als Belohnung angesehen.

Zerrspiele haben also viele Funktionen. Jeder Hund, egal welchen Alters und welcher Rasse, kann sicher Spaß an einem Zerrspiel haben.

Wie lernt ein Hund das richtige Zerrspiel?

Zerrspiele steigern die Erregung des Hundes. Es ist wichtig, die Erregung nicht zu hoch werden zu lassen, da dies zu Stress oder bei manchen Hunden zu Aggression führen kann. Natürlich steigert es nicht immer die Aggression, aber bei manchen Hunden (insbesondere bei bereits starkem Stress) ist es wichtig, ein Zerrspiel frühzeitig zu beenden, um Aggression vorzubeugen. Ein gutes Zerrspiel lehrt den Hund (und den Besitzer), rechtzeitig aufzuhören und ein Aufflammen der Aggression zu verhindern.

Ein Zerrspiel ist kein Wettbewerb. Es soll ein Spiel bleiben. Deshalb ist es wichtig, den Hund ab und zu das Zerrspiel selbst halten zu lassen, ohne dass der Besitzer direkt daran zieht. Der Hund bietet dem Besitzer dann das Spielzeug wieder an, um weiterzuspielen. Das ist „gemeinsames Spielen“ und so laden sich Hund und Besitzer gegenseitig ein.

Wichtig ist auch, dass der Hund das Zerrspiel lernt, gutes Spielzeug ist wichtig. Gerade in der Lernphase ist es wichtig, dass es Regeln für Zerrspiele gibt.

Das richtige Spielzeug

Um zu verhindern, dass der Hund in die Hände beißt, ist es ratsam, ein Spielzeug zu wählen, bei dem der Abstand zwischen den Händen des Besitzers und dem Maul des Hundes groß genug ist. Die meisten Hunde beißen beim Ziehen nicht absichtlich in die Hände. Aber wenn die Aufregung zu groß ist, kommen sie den Händen möglicherweise zu nahe. Um dies zu verhindern, können Sie mit dem West Paw Bumi® , dem West Paw Zwig® oder dem West Paw Skamp® spielen. Beim Skamp sind die Hände schon etwas näher am Maul des Hundes, aber es besteht immer noch genügend Abstand und Sie können auch mit einer Hand zum anderen Ende wechseln.

All diese Hundespielzeuge sorgen dafür, dass zwischen Maul und Händen des Hundes ausreichend Abstand besteht, sodass das gemeinsame Spielen sicher und unterhaltsam bleibt. Natürlich gibt es verschiedene Spielzeuge, die diesen Abstand gewährleisten, wie zum Beispiel einen Ball in einer Socke oder ein robustes Plüschspielzeug.

Wenn das Spiel zu heftig ist, beendet der Besitzer es. So zeigt er deutlich die Grenze zwischen Spaß und Nicht-Spaß. Wichtig ist, dass das Spiel spielerisch beendet wird. Zum Beispiel kann der Besitzer das Spielzeug loslassen und nicht mehr auf eine Aufforderung zum Spielen reagieren. Das signalisiert dem Hund, dass das Spiel keinen Spaß mehr macht und er hört auf. Nach einigen Minuten kann das Spiel wiederholt werden. Halten Sie das Spiel kürzer als beim letzten Mal, um es im richtigen Moment zu beenden (d. h. bevor es zu heftig wird). Beenden Sie das Spiel anschließend mit etwas Leckerem (dieses wird dann gegen das Zerrspiel ausgetauscht und weggeräumt).

Praktische Tipps:

  • Stelle zwei oder mehr Zerrspielzeuge bereit, damit diese bei Bedarf gegen ein anderes ausgetauscht werden können. Durch den Tausch gegen ein anderes Zerrspielzeug werden dann die Kommandos „Loslassen“ und „Halten“ geübt.
  • Je nach Begeisterung des Hundes kann dieser ermutigt werden. So lernt der Hund, dass er es richtig macht.
  • Wenn der Hund zu aufgeregt oder angespannt ist, kann sich der Besitzer auch auf den Boden setzen. Dies ist für den Hund oft entspannter, da niemand über ihm steht.
  • Vermeiden Sie zu starkes Schütteln des Spielzeugs, bleiben Sie auf der Höhe des Hundes und bewegen Sie es nicht über den Boden. Besonders bei Welpen/Jugendlichen, die noch wachsen, ist es besser, das Zerrspielzeug nicht zu stark hin und her zu schütteln. Dies kann den Hund sogar verletzen. Da sich das Spielzeug auf gleicher Höhe mit dem Hund befindet, kann das Springen (und damit verbundene Verletzungen) verhindert werden. Halten Sie das Spielzeug leicht unter Spannung, aber vermeiden Sie zu starkes Ziehen. Dies gibt dem Welpen/Jugendlichen mehr Selbstvertrauen.
  • Auch bei älteren Hunden mit Arthritis ist es wichtig, nicht zu viel von rechts nach links zu wechseln. Der Besitzer lässt am besten den Hund die Initiative ergreifen und folgt dieser dann.
  • Verhindern Sie Schmerzen beim Spielen. Wenn das Spielen wehtut, verbindet der Hund dies oft mit dem Besitzer und nicht mit dem Spielen selbst. Er denkt dann, dass das Spielen mit dem Besitzer weh tut und möchte weniger mit ihm spielen. Das Vertrauen wird dadurch beschädigt.
  • Für Welpen, die noch Zähne wechseln, ist es wichtig, gutes Material zu wählen. Ein Zahnseideseil kann zu schmerzhaft sein, da sich die Zähne darin verfangen können. Das Spielen macht dann keinen Spaß mehr. Wählen Sie ein Material, das zum jeweiligen Lebensabschnitt passt.
  • Spielen Sie möglichst nicht auf glattem Boden. Besser ist es, auf einem Teppich/einer gut liegenden Decke oder draußen auf dem Rasen zu spielen. Das beugt Verletzungen und unangenehmen Erlebnissen vor.
  • Baue Pausen ein und spiele nicht zu lange. Manchmal reichen 5 oder 10 Minuten. Ein Start- und Stoppsignal kann dabei helfen. Zum Beispiel die Kommandos „Halten“ und „Loslassen“.
  • Der Besitzer kann auch regelmäßig die Initiative ergreifen, indem er den Hund zum gemeinsamen Spielen aufruft. Es ist auch wichtig, auf die Aufforderung des Hundes zu reagieren, um ein gutes Gleichgewicht zu gewährleisten.
  • Bewegen Sie das Spielzeug über den Boden und gehen Sie rückwärts. Die meisten Hunde werden ihrem Besitzer sicherlich zum Spielen hinterherlaufen.

Dieser Blog entstand mit Beiträgen von Rita Viel, Exportmanagerin von West Paw Inc. Mit über 35 Jahren Erfahrung als Hundetrainerin und Verhaltensspezialistin ist Rita die Expertin für Hundeerziehung. 2004 gründete sie die Hondenschool Kwispel, wo sie und ihr Team durch positive Verstärkung und Spiel an der Verhaltensverbesserung von Welpen und erwachsenen Hunden arbeiten.  

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